Zigeuner?

 

SINTI UND ROMA ODER ZIGEUNER?

Beschreibender Text für Surfer ohne Bilder

Jedes Volk hat sein Heimatland, so denkt man normalerweise. Die Franzosen haben Frankreich, die Türken die Türkei, die Japaner Japan.Seit ca. 600 Jahren leben in Europa Roma oder Sinti, Menschen die von der Mehrheitsbevölkerung Zigeuner genannt werden.Aber auch Gypsies, Gitans, Gitanos, Cigany und so weiter. Mindestens 10 bis 12 Millionen sind es in ganz Europa. Das heißt, es gibt mehr Roma als Griechen Portugiesen oder Tschechen, mehr als Ungarn Schweden oder Österreicher. Wenn Roma und Sinti einen eigenen Staat hätten, wäre er der neuntgrößte in Europa. Doch Roma oder Sinti haben keinen eigenen Staat. Sie haben kein Land,nicht einmal ein gemeinsames Gebiet. Die Familien Mitteleuropäischer Sinti leben verstreut in großen Ballungszentren, kleinen Dörfern oder Siedlungen und ganz wenige noch immer als Reisende im Caravan, der allerdings heute nicht mehr von Pferden sondern Autos gezogen wird.Nach vorsichtigen Schätzungen leben in Deutschland z.Zeit etwa 70 000 Sinti und 50 000 Roma.Eine Volksgruppe von ca. 120 000 Menschen hat es bisher noch zu keinem einzigen Vertreter im Bundestag oder einem deutschen Länderparlament gebracht,daher denken bestimmte Zeitgenossen anscheinend Zigeuner sind Freiwild und lassen sich entsprechend behandeln. Die Mehrheitsbevölkerung weiß nicht viel über Roma oder Sinti, und vieles was sie zu wissen meinen stellt sich bei näherer Betrachtung als Vorurteil heraus.

Die Verfolgung und Entrechtung der Sinti oder Roma lag und liegt nicht nur an dem Wort ZIGEUNER aber diese Bezeichnung steht eben für eine Jahrhunderte andauernde Repression. Für Mord,Verfolgung und Vertreibung.Sinti und die verschiedenen Romavölker haben sich untereinander niemals als Zigeuner bezeichnet, oder sich mit diesem Begriff innerhalb ihrer Familienverbände identifiziert.Dieser Terminus ist eine Fremdbezeichnung, und wurde vermutlich aus dem altgriechischen Wort "Atsínganoi" abgeleitet. Aus dem griechischen Atsinganoi, entstand mit der Zeit das Mittel und Osteuropäische Zigeuner oder Cygan. Spätestens ab dem 17.Jahrhundert wurde die Bezeichnung Zigeuner im deutschen Sprachraum umgangsprachlich von der Bevölkerung als "ziehender Gauner" interpretiert,die Familien dieser Volksgruppe entsprechend stigmatisiert, und wegen ihrer Lebensweise als "Heiden Verbündete des Teufels oder Türkenspione" verfolgt vertrieben und ausgegrenzt. Unter dem Motto... "Zieh weiter Zigeuner und verschwinde" wurden mitteleuropäische Sinti von einem Landstrich in den anderen,einer Stadt in die andere abgeschoben. Im Österreich-Ungarn des 18.Jahrhunderts gab es Versuche Sinti oder Roma seßhaft zu machen.Zu diesem Zweck wurden die Kinder aus Sinti oder Romafamlien zwangsweise von ihren Eltern getrennt, und in Pflegefamilien oder Heimen untergebracht. Sie sollten als "Christenmenschen" aufwachsen, einen bürgerlichen Beruf erlernen und sich so nicht an das Zigeunerleben gewöhnen. In dieser Zeit entstand auch das Märchen von Zigeunern, die Kinder stehlen würden. Doch es waren keine fremden Kinder, sondern Sinti und Romafamilien versuchten die eigenen Kinder zurückzuholen.Aus dem Reisebericht einer franzöBeschreibender Text für Surfer ohne Bildersischen Schriftstellerin (19. Jahrhundert) die Augenzeugin eines solchen Kinderraubes an Romafamilien wurde: "An einem für dieses Volk entsetzlichen Tag, an den es noch mit Schrecken zurückdenkt, erschienen an allen Orten Ungarns, wo sich Zigeuner befanden, von Soldaten begleitete Karren. Die Kinder, vom eben entwoehnten Saeugling bis zu Jungvermaehlten die frisch getraut waren, wurden ihnen fortgenommen. Die Verzweiflung dieser ungluecklichen Bevölkerung lässt sich nicht beschreiben. Die Eltern warfen sich vor den Soldaten auf den Boden und klammerten sich an die Karren, die ihre Kinder entführten. Sie wurden mit Stöcken und Gewehrkolben weggestoßen, und da sie nicht fähig waren, den Wagen zu folgen, auf dem das Teuerste auf der Welt aufgeladen war, nämlich ihre kleinen Kinder, begingen viele Eltern auf der Stelle Selbstmord." (1/ Jean-Paul Clebert : Die Zigeuner. Wien/Berlin/Stuttgart, 1964.Seite 87)

 

Zum Begriff "Zigeuner"Sinti u.Roma vertreten Wolfgang Wippermann (Professor für neuere Geschichte an der FU Berlin) und Eberhard Jäckel (Professor für Neuere Geschichte/Universität Stuttgart) verschiedene Meinungen:

Beschreibender Text für Surfer ohne BilderWolfgang Wippermann:"Leider wird die negativ konnotierte (negativer Begriffsinhalt) Fremdbezeichnung "Zigeuner" immer noch in der Öffentlichkeit verwandt. Dies geschieht keineswegs nur aus Unkenntnis und weil dies über Jahrhunderte so üblich war, sondern in der bewussten Absicht, die Sinti und Roma zu diffamieren, weil sie - so die sprachlich falsche Ableitung des Begriffs "Zieh-Gauner" seien".Die Sinti und Roma gehören nicht zu einer "bestimmten Gesellschaftsgruppe", sondern zu einem Volk, das über eine gemeinsame Sprache, das Romanes,und eine spezifische Kultur verfügt. Beides,Sprache wie Kultur sind aber keineswegs "homogen" weil die Roma sprachliche und kulturelle Elemente der Völker übernommen haben unter denen sie lebten und leben. Uneinheitlich ist auch die Religion. Es gibt,so in Deutschland Katholiken wie Protestanten.In Osteuropa; Orthodoxe und auf dem Balkan Muslime. Große Unterschiede gibt es auch im Hinblick auf das Nationalbewußtsein. Einige Roma sehen sich primär oder gar ausschließlich als Angehörige eines Volkes, andere dagegen als nationale Minderheit. Letzteres ist etwa in Deutschland der Fall, wo die Sinti und Roma seit 1995 wie die Dänen und Friesen in Schleswig-Holstein und die Sorben in der Lausitz als nationale Minderheit anerkannt sind. Dies entspricht auch dem Selbstverständnis ihrer Interessenvertretung, die sich bewußt "Zentralrat deutscher Sinti und Roma" nennt...

 

Historiker Eberhard Jäckel äußert sich im Gespräch mit Harald Biskup im Kölner Stadt-Anzeiger(2) über ein Berliner Denkmal für im Holocaust ermordete Roma und Sinti.

KÖLNER STADT-ANZEIGER

Herr Jäckel, in der Debatte um das geplante Denkmal für die Holocaust-Opfer unter den Zigeunern werfen Sie dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma vor, er vertrete ein Geschichtsbild, wonach die Verfolgung der Zigeuner und der Juden identisch gewesen und parallel verlaufen sei. Eberhard Jäckel: "Diese These widerspricht dem Erkenntnisstand der internationalen Forschung. Schon vor einigen Jahren hat der Historiker Michael Zimmermann eine ausführliche Studie über die Verfolgung der Zigeuner veröffentlicht, und sein amerikanischer Kollege Guenter Lewy hat das Thema ebenfalls untersucht. In beiden Fällen hat sich ergeben, dass die Verfolgung der Zigeuner zwar schrecklich war, dass sie aber in anderen Bahnen verlief als die Verfolgung und Ermordung der Juden"...

  Interview Wippermann       Interview Jäckel: (Auszug) "Als die Zigeuner verfolgt wurden, hat niemand sie - außer wenn in den Akten von einzelnen Stämmen die Rede war - Sinti und Roma genannt. Dies ist ein Terminus, der erst seit 1982 durch den Zentralrat in Umlauf gebracht worden ist. Der Begriff „Zigeuner“ ist jahrhundertealt und er ist keineswegs pejorativ (abwertend). Die Juden haben sich auch nicht umbenannt, weil sie von Antisemiten so bezeichnet wurden". 

Lallaru Tschawus Antwort auf Eberhard Jäckels Thesen:
Einleitung:
In Eberhard Jäckels wissenschaftlicher Edition "Hitler sämtliche Aufzeichnungen 1905 bis 1924“ sind ca.4% Kujaufälschungen enthalten,die aber nach wie vor als echte Hitlerdokumente ausgegeben werden (Eberhard Jäckel, Axel Kuhn: Neue Erkenntnisse zur Fälschung von Hitler-Dokumenten). Jäckel hat sein hochpreisiges Standardwerk nie vom Markt genommen,sondern lediglich einer kleinen Notiz (in einer Fachzeitschrift) auf entsprechende Unstimmigkeiten hingewiesen.  3  (PDF/ 1984, Seite 163f.In der Affaire um gefälschte Hitler Tagebücher die Eberhard Jäckel ebenfalls angeboten worden waren, und die Jäckel zu Anfang für authentisch hielt trat er später als Zeuge gegen Konrad Kujau auf.Was beweist...selbst Historiker können irren, auch wen sie sich später als Zeugen zur Verfügung stellen. Im obigen Interview beruft sich Jäckel unter Anderem, auf im Fachdiskurs fragwürdige Thesen von Michael Zimmermann und Günter Lewy. Auch der Historiker Jehuda Bauer, vertritt ein entsprechendes Geschichtsbild. Deshalb sollen die Thesen der Letztgenannten, hier kurz angesprochen werden. Im Folgenden wird der aufmerksame Leser feststellen, das sich Eberhard Jäckel/Jehuda Bauer/Guenter Lewy und Michael Zimmermann (Anmerkung:Bauer war von 1996 bis 2000 Leiter des International Centre for Holocaust Studies in Yad Vashem und ist dort heute wissenschaftlicher Berater) offenbar öfter irren wen es um die Verfolgung von "Zigeunern" im Nationalsozialismus geht.
In einer "Schlussbetrachtung" betont Guenter Lewy in seinem Buch "Rückkehr nicht erwünscht  die Verfolgung der Zigeuner im dritten Reich... "Es gebe keinen Beleg dafür, dass die Deportation nach Auschwitz Birkenau Teil eines umfassenden Planes zur Vernichtung der Zigeuner war. "Es sei sogar denkbar, daß es zur Vernichtung der nicht arbeitsfähigen "Zigeuner" in Auschwitz gar nicht gekommen wäre, "wenn man nicht wegen der Überlastung der Gaskammern eine vorübergehende Unterkunft für die dem Untergang geweihten ungarischen Juden hätte finden müssen." (S. 366) Dieser wesentliche Akt der Vernichtung sei demzufolge ein Nebenprodukt des Genozids an der jüdischen Minderheit gewesen. Ausgehend von der juristischen Völkermord-Definition der Vereinten Nationen von 1948 kommt Lewy insgesamt zu dem Ergebnis, "Das die verschiedenen Deportationen von Zigeunern in den Osten trotz ihrer tödlichen Folgen ... keinen Genozid darstellten. Mit diesen Deportationen, einschließlich jener ins Zigeunerlager in Auschwitz, wurde nicht die Absicht verfolgt, die Zigeuner als solche zu vernichten, sondern nur bezweckt, diese weithin verachtete Minderheit aus Deutschland zu vertreiben." (S. 370).Dazu sollte man wissen,das sich Guenter Lewy vor seiner entsprechenden Publikation und Beschäftigung niemals mit dem Thema "Zigeunerverfolgung" befasst hatte. Lewys Argumentation, stellt eine klare Relativierung des Völkermordes an Sinti oder Roma dar. Für Guenter Lewy,  wurden Sinti oder Roma im NS-Staat  nicht in gleicher Weise wie Juden verfolgt. Allein Juden, könnten deshalb in Anspruch nehmen Opfer eines geplanten Völkermordes zu sein.
Ähnlich argumentiert Yehuda Bauer (Die dunkle Seite der Geschichte/Suhrkamp 2001) in dem er die Shoah mit einer Reihe größerer Menschheitsverbrechen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg vergleicht. Dem Klassenmord der Roten Khmer oder anderen Verbrechen der Nationalsozialisten, wie dem Mord an Sinti oder Roma bestimmt Bauer die Einzigartigkeit der Judenvernichtung in fünf Dimensionen. Der Holocaust an den Sinti oder Roma der dem an den Juden noch am ehesten zu gleichen scheint, unterscheidet sich laut Bauer dadurch das Sinti oder Roma nicht der „Hauptfeind“ der Nazis waren (88f.) "Auch wenn sie in Massen in vernichtet wurden, so galt ihnen gegenüber die Akzeptanz und Erhaltung rassischer Eigenart.Problematisch waren den Nazis die Mischlinge, und bis zum Zeitpunkt 1942/43 sollte zwischen Sess und nichtsesshaften Zigeunern unterschieden werden (87f.). Die Juden konnten darauf nicht rechnen, sie waren und sind der metahistorische Satan" (S.89).In deutlichem Unterschied zu dem Mord an Sinti oder Roma sei die Shoah in ihrer Vernichtungsstrategie "ausnahmslos, total und universal und vor allem... Das weltanschauliche Zentralprojekt der Täter gewesen. Schließlich war es die beispiellose Demütigung der jüdischen Opfer vor ihrer Ermordung, und entschlossene Revision aller Errungenschaften der Zivilisation die laut Yehuda Bauer die Shoah zu einem vorbildlosen Ereignis machen".
Lallaru Tschawu:  Im Fachdiskurs, wurden die entsprechenden Thesen Jäckels/Bauers/Lewys und Zimmermanns (zur Verfolgung der Sinti oder Roma) teilweise kritisch aufgenommen,und zurückgewiesen.Kein Volk...auch nicht das Jüdische, wurde im Verlauf der Geschichte Mittel und Osteuropas derart ausgegrenzt und verfolgt wie gerade Sinti oder Roma 4 .Die Verfolgung und Entrechtung von "Zigeunern" im ausgehenden Mittelalter - der beginnenden Neuzeit  dem Kaiserreich und der Weimarer Republik hatte Tradition und Methode 5. Anders als gegen Juden, konnten die Nationalsozialisten gegenüber den Sinti oder Roma, an bereits vorhandene Gesetze anknüpfen, das entsprechende Ausgrenzungszenarium im Behördenalltag übernehmen.Durch verschiedene Erlasse wurden Behörden auf die Vereinheitlichung der Zigeunerpolitik hingewiesen.Nach Ansicht der NS-Rassebiologen um Robert Ritter gab es nämlich keine reinrassigen Zigeuner, sondern lediglich "Zigeunermischlinge" die sich im Verlauf mehrerer Jahrhunderte mit den untersten sozialen Schichten des deutschen Volkes "gemischt" hatten. Auch das Argument Bauers, zu Sesshaften und Nicht-Sesshaften "Zigeunern" ist nicht stichhaltig. Jeder gewerbetreibende Sinto oder Roma mit festem Wohnsitz, der als Musiker Schausteller oder Händler die Sommermonate über in verschiedenen Regionen des 3.Reiches unterwegs war (im ns-jargon nach zigeunerart reiste) galt als Nicht-Sesshaft. Wurden diese Familien bei Kontrollen von Gendarmeriebeamten erfasst, und anschließend der "Zigeunerzentrale" gemeldet, galten sie den Behörden als nach "Zigeunerart reisende Personen" und wurden entsprechend eingeordnet. 6/ 7.  Unabhängig von diesem Personenkreis,wurden aber auch Sinti oder Roma die über Grundbesitz verfügten und einen bürgerlichen Beruf ausübten auf Grund erbbiologischer Gutachten und Hinweisen aus der Bevölkerung erfasst und gemeldet. Entgegen landläufiger Meinung, hatten auch Sinti oder Roma  eingetragenen Grund oder Immobilienbesitz. So betrug besipielsweise der hochgerechnete Grundbesitz burgenländischer Roma zwischen 1938 und 1945 - 47,26 Hektar oder 0,4726 km. Das entspricht 0,012 Prozent der Fläche des österreichischen Bundeslandes Burgenland 1/Seite 62. Die entsprechenden Erfassungen des RKPA/Zigeunerzentrale waren zusammen mit ca.30 000 Rassegutachten der Berliner Rassenhygienischen Forschungsstelle 8 Grundlage zu späteren Deportation deutscher und österreichischer Sinti oder Roma in KZs und Arbeitslager.Obwohl viele der als Grundbesitzer eingetragenen Roma oder Sinti mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in KZs oder Arbeitslagern ermordet wurden, sind die entsprechenden Grundbucheinträge noch heute aufzufinden.
Direkten Wiederspruch fordert auch die irritierende Tendenz bei Lewy heraus, unter Verwendung eines obsoleten Volkskonstrukts die europäischen Sinti oder Roma mit ihrer jeweils spezifischen Geschichte und eigenständigen Kultur als eine geschlossene Ethnie mit ähnlichen oder identischen Persönlichkeitseigenschaften zu beschreiben.Die Verfolgung der Sinti oder Roma sieht Lewy wesentlich von sozialen Faktoren bestimmt. "Bestimmte Aspekte ihrer Lebensweise", so der Autor, "sind dazu geeignet, bei ihren Mitmenschen Feindseligkeit hervorzurufen." In der Einleitung seines Buches "Rückkehr nicht erwünscht" breitet Lewy ein Arsenal tradierter Klischees über Sinti oder Roma aus. Lügen und Täuschen, Stehlen und Betrügen werden als "typische" Verhaltensweisen von "Zigeunern" präsentiert. Dabei beruft sich der Autor auf Quellen, die man aus heutiger Sicht kaum als seriös und wissenschaftlich bezeichnen kann. Als Quellenhinweis führt Lewy unter anderem das "Deutsche Kriminalblatt" vom August 1934 (!) an. Lewys "Neuberwertung" der Verfolgung von Sinti oder Roma im 3.Reich kommt einer Relativierung dieses Völkermordes gleich,wen man in diesem Zusammenhang nicht von Bagatellisierung sprechen möchte. In bestimmten Fällen verzichtet Lewy in seiner Beweisführung sogar auf nachprüfbare Fakten,sondern beschränkt sich auf Hörensagen wen er schreibt "Offenstehende Häuser mögen zur leichten Beute werden, aber Zigeuner haben eine abergläubische Furcht vor zugeschlossenen Türen und Fenstern als auch von nachts umherwandernden bösen Geistern, daher werden die meisten Diebstähle bei Tage und ohne Einsatz von Einbruchswerkzeugen oder Gewalt durchgeführt."Dies zeigt deutlich das es Lewy nicht schafft antiziganistische Klischees kritisch zu hinterfragen sondern unreflektiert übernimmt, und dem Leser dadurch ein tradiertes Stereotyp (überlieferte Zusammenfassung von Eigenschaften oder Verhaltensweisen) eines Zigeunerbildes vermittelt. (Rückkehr nicht erwünscht...Seite 10, 27ff). Hier sieht Lewy "Die Wurzeln der Ablehnung". (S. 27). Dabei scheut Lewy im weiteren nicht davor zurück, sich auf den Erbhygieniker und Zigeunerexperten  Herman Arnold zu berufen der eine Steuerung der Bevölkerungspolitik durch Eugenik forderte, die NS-Forschung noch nach dem offiziellem Ende 1945 fortführte und Vertreter wie (Robert Ritter/Eva Justin) noch im Nachhinein zu rehabilitieren versuchte. (S. 382). Bezeichnend...Noch 1960 bezeichnet Hermann Arnold Zigeuner "Als "Gemeinschaftsfremde (Asoziale) deren alte "Züchtungskreise" besonders in Süddeutschland erhalten geblieben seien" (Arnold 1960, S. 64 nach Hohmann 1988 S.201). "Die Heirat mit Mitgliedern der "Wirtsvölker" entfessele die "Fruchtbarkeit der Nachkommen" (Arnold 1967, S. 88f nach Hohmann 1988 S.201). In diesen Kontext fügt sich, daß Guenter Lewy Sinti mit einem Terminus des 19. Jahrhunderts als einen "Stamm" bezeichnet (S. 10) und die Verwendung der Gesamtbezeichnung "Sinti oder Roma" nachdrücklich ablehnt. Er zieht das aus der Vergangenheit belastete "Zigeuner" vor, welches Etikett nach Auffassung Lewys an sich "Nichts Abwertendes" habe. Es sorge für "Historische Kontinuität", und diene nicht der Stigmatisierung sondern einer Solidarisierung mit denen "die unter diesem Namen verfolgt worden" seien". (S. 10) Eberhard Jäckel tritt ebenso wie Guenter Lewy für den Terminus "Zigeuner" ein wen er neutral gebraucht wird, und ist offenbar der Ansicht diese Bezeichnung würde in der Bevölkerung nicht pejorativ (abwertend) gesehen.
Im Gegensatz zur Auffassung bestimmter Historiker,Publizisten oder Volksvertreter ist die Bezeichnung "Zigeuner oder Cygan" ebenso abwertend wie beispielsweise "Nigger" besetzt, und steht für jahrhundertelange Verfolgung Ausgrenzung und Diskriminierung einer bestimmten Minderheit.Nur weil ein abwertender Begriff über Generationen in einem bestimmten Teil der Welt von Bevölkerung und Obrigkeit umgangsprachlich benützt wurde kann deshalb noch lange nicht von einem "Neutralen Terminus" gesprochen werden.Otfried Preußlers Kinderbuchklassiker wie "Die kleine Hexe" wurde deshalb ab dem Jahre 2013 ohne diskriminierende Begriffe wie "Negerlein" und "Neger" everöffentlicht.Laut "taz" hat der Hamburger Verlag Friedrich Oetinger veraltete Worte wie "Neger" oder "Zigeuner" aus seinen aktuellen Übersetzungen, etwa von Astrid Lindgrens "Pippi Langstrumpf" gestrichen. Der Begriff "Zigeuner" steht für einen Weg der in Deutschland vom Freiburger Reichstag 1498 (in dem mitteleuropäische Sintifamilien für vogelfrei erklärt wurden) in gerader Linie bis in die Vernichtungs und Arbeitslager des Nationalsozialismus führt. Noch in unserer Zeit wirkt die entsprechende Bezeichnung auf viele Menschen wie ein Alarmsignal. Transportiert regelrechte Feindbilder und weckt negative Klischees... (Nehmt die Wäsche von der Leine die Zigeuner kommen/Zick Zack Zigeunerpack/Dreckiger Zigeuner usw. Es ist einfach eine Frage des Repektes vor einer Minderheit, ob man ihre Eigenbezeichnung akzeptiert oder nicht.Die Bezeichnung Sinti und Roma wurde zwar Anfang der 80er Jahre durch den Zentralrat deutscher Sinti u.Roma umgangsprachlichlich durchgesetzt (weil der aus der Vergangenheit belastete Terminus Zigeuner) abgelöst werden sollte, war der Obrigkeit des deutschen Sprachraumes aber schon ab dem 18.Jhd.bekannt, wurde allerdings nicht verwendet.Bereits 1793 stellt ein Autor fest "Es sei die Frage, wie nennt ein Volk sich selbst,wie also nennen sich die Zigeuner? "Mit Recht antwortet man: Roma oder Romma in der mehreren Zahl, Rom in der einfachen".Auch der Begriff Sinti oder Sinte ist dem Autoren aus dem 17.Jhd. geläufig. Selbst die feminine Bezeichnung Romni ist im regionalen Dialekt  dieser Epoche belegt. So verwendet der scharf antisemitische und antiziganistische hessische Heimatschriftsteller Rudolf Oeser  die entsprechenden tradierten Eigenbezeichnungen. Der Schriftsteller und Reichstagsabgeordnete Gustav Freytag erklärt: "Die Zigeuner nennen sich noch heute Sinte bzw. mit der„ Romany Tschib verfüge der Rom, wie er sich selbst nennt über eine eigene Sprache". (Freytag - Bilder aus der deutschen Vergangenheit. 2. Bd., 1. Abt.: Vom Mittelalter zur Neuzeit, Berlin o. J. (1920), S. 464 ff. / Johann Erich Biester: Ueber die Zigeuner; besonders im Königreich Preußen. In: Berlinische Monatsschrift, Bd. 21, 1793, S. 108–165, 360-393, hier: S. 364f. / Werner Wied: Von mancherlei wandernden und fahrenden, handelnden und bettelnden Leuten. In: Gerhard Hippenstiel, Werner Wied (Hrsg.): Wittgenstein III. ein Lesebuch zur Volkskunde und Mundart des Wittgensteiner Landes, Bad Laasphe 1984, S. 493–506, hier: S. 502)
Das jüdische Volk hat sich nach dem Holocaust deshalb nicht umbenannt weil sich die Bezeichnung Jude direkt vom vom hebräischen Jehuda ableitet,also klar eine Eigenbezeichnung ist.Juda war der vierte Sohn Leas, der ersten Gattin des Stammvaters Jakob, und späterer Stammvater des vierten der zwölf Stämme Israels. Wer in Judas Stammesgebiet gelebt hat war demnach Jude.Auch Herrn Jäckel sollte dies bekannt sein. Eberhard Jäckel argumentiert weiter das die Verfolgung der Zigeuner zwar schrecklich war, sie aber in anderen Bahnen verlief als die Verfolgung und Ermordung der Juden und führt als Beweis Untersuchungen von Historikern wie Zimmermann und Lewy an.   
 Eberhard Jäckel:
"Im Sommer 1944 sind viele Tausend Zigeuner in Auschwitz im Gas erstickt worden. Aber trotzdem verbietet sich eine einfache Gleichsetzung. So hat Hitler in fast jeder Rede die angebliche Gefahr des internationalen Judentums beschworen, dagegen hat er die Zigeuner öffentlich nicht ein einziges Mal erwähnt." 

Lallaru Tschawu:  Es existieren eindeutige Beweise für eine Gleichbehandlung von Juden und "Zigeunern" durch Adolf Hitlers Schergen in Partei und Beamtenapparat.Die Mordabsichten gegen Sinti oder Roma wurden auf höchster Ebene keineswegs verschleiert. Ganz unverhohlen sprachen und schrieben die NS-Führer von der geplanten Ausrottung dieses Volkes. Für Hitler, Göring, Goebbels und die übrige Hirarchie des NS-Staates war der Völkermord an "Zigeunern" beschlossene Sache. Ein deutlicher Beleg dafür ist ein Schreiben des Reichsministers der Justiz, Thierack, vom 12. Oktober 1942 an den Reichsleiter Bormann im Führerhauptquartier: "Sehr geehrter Herr Reichsleiter, unter dem Gedanken der Befreiung des deutschen Volkskörpers von Polen, Russen, Juden und Zigeunern und unter dem Gedanken der Freimachung der zum Reich gekommenen Ostgebiete... beabsichtige ich, die Strafverfolgung gegen Polen, Russen, Juden und Zigeuner dem Reichsführer SS zu überlassen. Ich gehe hierbei davon aus, daß die Justiz nur in kleinem Umfang dazu beitragen kann, Angehörige dieses Volkstums auszurotten".Am 14. September 1942 notierte Reichsjustizminister Thierack als Ergebnis einer Aussprache mit Goebbels zwischen 13.00 und 14.15 Uhr: "Hinsichtlich der Vernichtung asozialen Lebens steht Dr. Goebbels auf dem Standpunkt daß Juden und Zigeuner schlechthin...vernichtet werden sollen. Der Gedanke der Vernichtung durch Arbeit sei der beste." (Quelle:Dokumente des Internationalen Militärgerichtshofs Nürnberg/ 2 NO1784/Nürnberger Dokumente, PS-682). Vorausgegangen waren eine Besprechung Thieracks mit Goebbels (14.9.) und die Vereinbarung mit Himmler vom 18.9. das Programm der Vernichtung durch Arbeit" betrifft neben Russen, Ukrainern und Juden auch die Zigeuner). Bereits im Jahre 1931 hatte eine Stelle der SS in München mit der Erfassung der Juden und Zigeuner, der beiden sogenannten außereuropäischen Fremdrassen, begonnen. Vom Beginn der NS-Herrschaft an, wurden "Zigeuner" ebenso wie Juden aus rassistischen Gründen verfolgt und ausgegrenzt. 1933 verlangte das Rasse und Siedlungsamt" der SS in Berlin, daß Zigeuner und Zigeunermischlinge" in der Regel unfruchtbar gemacht werden (Runderlaß des Reichsministers des Innern vom 3.1.1936 über die Durchführung des Blutschutzgesetzes", nach Kurt Pätzold (Hg.): Verfolgung, Vertreibung, Vernichtung. Dokumente des faschistischen Antisemitismus. Leipzig 1983, S. 121 f). Die "Nürnberger Gesetze" des Jahres 1935 stellten Sinti und Roma ab 1936 in der gesetzlichen Verfolgung mit Juden gleich.Bereits am 3. Januar 1936 verfügte der Minister des Innern, Frick, in einer vertraulichen Mitteilung an alle Landesregierung, Standesämter, Aufsichtsbehörden und Gesundheitsämter die Anwendung des Blutschutzgesetzes an und bemerkt: "Zu den artfremden Rassen gehören alle anderen Rassen, das sind in Europa außer den Juden regelmäßig nur die Zigeuner" 

 Ausschluss aus der Gesellschaft

Damit wurde zum erstenmal in einem amtlichen NS-Dokument die Gleichstellung der Juden und "Zigeunern" offiziell angeordnet. Durch die Anwendung des Reichsbürgergesetzes und des Blutschutzgesetzes verloren Sinti oder Roma zusammen mit den jüdischen Bürgern ihre deutsche Staatsbürgerschaft.Ehen 9 zwischen Zigeunern und sogenannten Ariern wurden verboten. 1937 und 1938 erfolgten erste Berufsverbote für Selbständige und Beamte.Ab 1939 zur Einführung spezieller Arbeitsbücher 10 für Sinti oder Roma.Ab dem November 1939 kam es zur weitgehenden Verweigerung von Wandergewerbescheinen11 an Sinti oder Roma. Neben der Lohnsteuer wurde eine Rassensondersteuer eingeführt, da "Zigeuner"  laut der Parteikanzlei der NSDAP "gewisse rassische Ähnlichkeiten mit den Juden aufweisen". Das Wissenschaftsministerium hatte schon 1939 für Österreich verfügt, dass "Zigeunerkinder" vom Unterricht ausgeschlossen werden konnten. Das Reichssicherheitshauptamt leitet diesen Erlass 1941 an die Schulbehörden weiter, die dann selbständig über das Verbleiben oder den Ausschluss 12 befinden konnten.Ab dem Zeitpunkt März 1941 erging an Landrats und Wehrmeldeämter die Verfügung "Zigeuner" in der Wehrmacht seien nicht nur zu entlassen, sondern auch von den Ortspolizeibehörden zu erfassen 13.Ab dem Zeitpunkt April 1942 kam es zur Entlassung 14 von "Zigeunern u.Zigeunermischlingen" aus dem aktiven Wehrdienst.   In der Zeitschrift des Deutschen Ärztebundes (Dr. Kurt Hannemann, in “Ziel und Weg” Nr. 9 / 1939, Organ des Nationalsozialistischen Ärztebundes) heißt es: "Ratten, Wanzen und Flöhe sind auch Naturerscheinungen, ebenso wie die Zigeuner und Juden. Sie sind daher gleichfalls gottgewollte Wesen, aber man kann sie ebensowenig durch rücksichtsvolle Behandlung bessern oder beim zusammenleben von uns fernhalten wie entartete Asoziale und unnormal Ichsüchtige, kriminell-hemmungslose Menschen. Alles Leben ist Kampf. Wir müssen deshalb alle diese Schädlinge biologisch allmählich ausmerzen".Auch so genannte 1/8 Zigeunermischlinge das heißt...wen sich nach Ansicht der Rassenforscher unter den Eltern und Großeltern einer Person nur ein einziger Zigeuner befand wurden in das Vernichtungsprogramm der Nationalsozialisten einbezogen.Im Unterschied dazu ließ man 1/4 Juden vielfach unbehelligt.

 Eberhard Jäckel:
"Ich hierarchisiere nicht die Opfer, sondern ich differenziere die Vorgänge. Mir geht es allein darum, dass eine Gesellschaft sich ein zutreffendes Bild von ihrer Vergangenheit machen muss. Sie darf nicht Legenden anheim fallen. Der 1982 gegründete Zentralrat Deutscher Sinti und Roma - schon der Name „Zentralrat“ legt das nahe - hat von Anfang an auf die These von der Parallelität abgestellt."

Lallaru Tschawu: Die "Differenzierungen" Eberhard Jäckels laufen eindeutig auf eine Relativierung des Völkermordes an Sinti oder Roma, und Hirarchisierung der verschiedenen Opfergruppen hinaus. Bisher war auch nicht klar, das die Bezeichnung "Zentralrat" ausschließlich für jüdische Organisationen reserviert ist. Folgt man jäckl´schem Duktus, müßte "Parallelität" im Umkehrschluß dann nicht auch für den muslimischen und andere Zentralräte gelten? Sintifamilien die in der Bundesrepublik Deutschland leben, sind zu beinahe 100% im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft,und genießen deshalb den vollen Schutz des Grundgesetzes als deutsche Staatsbürger wie Sorben, Juden oder Dänen. Man kann geteilter Meinung sein, ob der Vertretungsanspruch des Zentralrates deutscher Sinti und Roma (als zentrale Vertretung der Sinti oder Roma) legitim ist, und sich auf Mehrheitsverhältnisse der entsprechenden Volksgruppen stützt, aber dies ist ein anderes Thema. Himmlers Runderlass v.8.12.1938 ist sicher keine Legende.Auch der so genannte Auschwitz Erlass RKPA Schnellbrief  und wüten der SS-Einsatzgruppen in Osteuropa war bittere Realität, und bedeutete für  Sinti oder Romafamilien Verfolgung und Deportation in KZs und Arbeitslager, Not und Elend als Arbeitsklaven der SS,den sicheren Tod in der Gaskammer,Genickschuss durch Mordgruppen der SS, Polizei und Wehrmacht oder den Völkermord auf "Raten" durch Sterilisation. (Martin Holler)   

"Eberhard Jäckel...
" Die Deportation der Zigeuner nach Auschwitz erstreckte sich, soweit wir wissen, auf die „Zigeuner-Mischlinge“, während die „reinrassigen“ Zigeuner und auch die ansässig gewordenen davon ausgenommen waren."

Lallaru Tschawu: Auch hier irrt Eberhard Jäckel.Das die Verfolgungswelle gegen "Zigeuner"" nicht überall gleichmäßig anrollte, lag vor allem daran das die entsprechenden Familienverbände im Gegensatz zu Juden, nicht ohne weiteres durch eine entsprechende Religionsgemeinschaft oder soziale Konfiguration die jüdischen Gemeinden glich erkennbar gewesen wäre. Erst Rahmenbedingungen zu ihrer Identifizierung geschaffen werden mußten, und sicher nicht am Willen der NS-Machthaber "Rassereine oder ansässig gewordene Zigeuner" zu verschonen.Während sich die Nationalsozialisten im osteuropäischem Raum vor allem gegen die fahrenden Roma wandten, deren Umherziehen angeblich die Tarnung für ein spionieren im Auftrage des bolschewistischen Weltfeindes sei fühlte man sich im Reichsgebiet von den Seßhaften aber "Rassisch minderwertigen Zigeunern" gefährdet die persönliche Kontakte zur Allgemeinbevölkerung unterhielten und dadurch angeblich den "deutschen Volkskörper" schädigten. D Heinrich Himmlers Vorhaben vermeintlich "Reinrassige Zigeuner" weder zu deportieren noch zu vernichten, spielt vermutlich im Diskurs jener Historiker eine Rolle, die Himmlers esoterische Veranlagung zwischen Völkischer Ideologie Germanentümelei und Okkultismus ohne Rücksicht auf Fakten wörtlich nehmen. Himmlers Privatideen blieben jedoch weitestgehend Papier. In ihrer Gesamtheit wollte die braune Führungsriege um Adolf Hitler,ohne Zweifel die totale Endlösung auch bei Sinti oder Roma.Die Vernichtung ohne jede Ausnahme. Aus dem Führerhauptquartier schrieb der Reichsleiter der NSDAP Martin Bormann deshalb an Himmler: "Diese Sonderbehandlung der sogenannten reinrassigen Zigeuner würde ein grundsätzliches Abweichen von den derzeitigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Zigeunerfrage bedeuten. Auch der Führer würde es nicht billigen, wenn man einem Teil der Zigeuner seine alten Freiheiten wiedergäbe". Bezeichnend...Die Erlasse des Reichsführers SS (Heinrich Himmlers) und RSHA nach dem Januar 1943 enthalten keine Differenzierungen nach reinrassigen" und Mischlingszigeunern" mehr. Angesichts der "Grundlagenforschung" Robert Ritters und seines Institutes zu "Zigeunermischlingen" und wahllosen Wütens der Exekutionskommandos in den besetzten Gebieten waren sie ohnehin unerheblich, und hatten für die in KZs und Ost/Südosteuropa praktizierte Massenvernichtung keine Bedeutung (Denis Peschanski/The Internment the Gypsis in France/ Centre de recherches tsiganes/In the Shadow of Swastika 2,Seite 59-88). Ab 1942 wurden Sinti oder Roma nach Chelmno Treblinka Sobibor Majdanek  deportiert.Im März 1943 kam dann der endgültige Befehl: "Die Einweisung erfolgt ohne Rücksicht auf den Mischlingsgrad familienweise in das Konzentrationslager ... Auschwitz. (Zitat: Schnellbrief des RSHA vom 29.1.1943. /Institut für Zeitgeschichte München, Dc 17.02.)

Im Reichsgebiet begann ab 1942 das große Aufräumen,die "Endlösung der Zigeunerfrage". Unter Mithilfe der Bevölkerung machte die Polizei nun Jagd auf die letzten Opfer. Vor der Deportation erklärte man Sinti oder Roma, jeder bekäme ein Stück Land im Osten. Die Realität war die Deportation nach Auschwitz-Birkenau und andere Konzentrationslager.Der Kommandant von Auschwitz, Rudolf Höss und der in der Folterabteilung im Todesblock 11 beschäftigte Pery Broad berichten in ihren Aufzeichnungen über das sogenannte Zigeunerlager". Der SS-Mann Broad schreibt: "Es waren Mädchen, die in Wehrmachtsdienststellen als Stenotypistinnen tätig gewesen waren - Arbeiter der Organisation Todt - Schüler von Konservatorien und andere Menschen die eine solide Existenz besaßen. Hunderte von Soldaten, die nicht einmal wußten, daß sie als Zigeuner-Mischlinge galten, wurden vom Fronteinsatz herausgeholt, mußten ihre Uniform ausziehen,darunter waren Träger des eisernen Kreuzes und anderer militärischer Auszeichnungen" (Pery Broad: Erinnerungen. In: KL Auschwitz in den Augen der SS, Höss, Broad, Kremer. Katowice 1981, S. 185f).Anfang August 1944 wurde das Zigeunerlager" in Auschwitz-Birkenau aufgelöst. Von den laut Lagerbuchführung rund 21.000 Häftlingen waren noch etwa 4.000 am Leben. Die Arbeitsfähigen wurden in andere Lager verlegt. 2.897 Personen, vor allem Alte, Frauen und Kinder blieben zurück. Dieser Personenkreis wurde vergast.Die Zahlen der in den anderen Lagern Ermordeten sind nur vereinzelt überliefert.Aber nicht nur die Gesamtzahl der Opfer... jedes einzelne Schicksal dokumentiert die perfide Vernichtungstrategie der Nationalsozialisten an Sinti oder Romafamilien. Am nächsten Morgen ... war das Zigeunerlager leer, schreibt die jüdische Ärztin Lucie Adelsberger. Da kamen plötzlich zwei Kinder von drei und fünf Jahren aus ihrem Block, die, in ihre Decken eingemummelt, alles überschlafen  hatten.Die beiden Kleinen hielten einander an der Hand, weinend ob ihrer Verlassenheit. Sie wurden nachgeliefert."(Lucie Adelsberger: Zigeunernacht. In: Auschwitz, ein Tatsachenbericht. Berlin 1956).

Wie schon an anderer Stelle erwähnt stellt Piotr Kaszyca für das von Deutschland besetzte Polen die aktenkundig gewordenen Erschießungen von Zigeunern während des 2.Weltkrieges nach Ort Zeitpunkt und falls bekannt...Täterschaft und Anzahl der Opfer zusammen.Aus dieser Studie geht hervor das im Generalgouvernement (Polen) mehr Zigeuner von deutscher Ordnungs u.Sicherheitspolizei erschossen, als in den KZs und Vernichtungsstätten ermordet worden sind."Die geographische Verteilung dieser Morde ihre zeitliche Streckung und die Beteiligung verschiedener deutscher Einheiten insbesondere der Ordnungspolizei lassen erkennen das es sich hier nicht um einzelne Exzesse sondern systematische Tötungen handelte denen zentrale Richtlinien zugrunde lagen." (Piotr Kaszyca/ Die Morde an Sinti u.Roma im Generalgouvarnement 1939-1945).Nimmt man die Untersuchungsergebnisse von Denis Peschanski / Marie Christine Hubert / Christian Gerlach Giovanna Boursier und Hubert Emanuel Philippons ((The Internment the Gypsis in France/ Centre de recherches tsiganes/In the Shadow of Swastika 2,Seite 59-88)  zur Kentniß, läßt sich ebenfalls erkennen das im Osten u.Südosten Europas weit mehr "Zigeuner" ermordet worden sind als in Westeuropa. Insgesamt kamen von den (bis 26.August 1944) 23 986 durch die Rassenhygienische Forschungstelle und Kriminalpolizeistellen erfassten deutschen und österreichischen Sinti oder Roma allein in Auschwitz-Birkenau durch Erschöpfung, Hunger oder Krankheit laut Michael Zimmermann 19.300 Personen um [Michael Zimmermann-Rassenutopie und Genozid-Hamburg 2006 S.23/ Wikipedia - Zigeunerlager Auschwitz]. Die Gesamtzahl aller von der SS oder Einsatzgruppen der Wehrmacht ermordeten Sinti oder Roma lässt sich nur schätzen,und dürfte Europaweit zwischen 220 000 - 500 000 Menschen betragen haben.Hinzu kommt noch die restrektive Handhabung des "Völkermordes auf Raten" (NS-Sterilistationspolitik) gegen Zigeuner im deutschen Reich, den besetzten Gebieten Polens und der Tschechischen Republik.  

Fazit:
Laut Voltaire ist Geschichte die "Lüge auf die man sich geeinigt hat". Eberhard Jäckels,Guenter Lewys,Yehuda Bauers und Michael Zimmermanns historische Wahrheiten bezüglich der Verfolgung von "Zigeunern" unterscheiden sich erheblich von dem was im Nationalsozialismus tatsächlich mit Sinti oder Romafamilien geschehen ist, und lassen sich (bis auf eine genaue Opferzahl) weitgehend wiederlegen. Für Sinti oder Roma stellt die nationalsozialistische Vernichtungspolitik, die mit Abstand brutalste Phase einer jahrhundertelangen Verfolgung und Ausgrenzung dar. Als renommierter Historiker müßte man Dokumente von historischer Tragweite eigentlich vollständig erfassen, inhaltlich sichten und entsprechend einordnen können? Hiermit haben Eberhard Jäckel und andere Zuchtmeister deutscher Geschichte anscheinend erhebliche Schwierigkeiten. Das die Wissenschaft aus begreiflichen Gründen Mühe hatt die Opferzahl Mitteleuropäischer Sinti, Ost oder Südosteuropäischer Roma exakt zu bestimmen, wird von bestimmten Historikern als Beweis genommen das der Völkermord an "Zigeunern" nicht mit der jüdischen Shoah vergleichbar sei. Der belastete Terminus Zigeuner geht dabei Hand in Hand mit einer Relativierung des Verfolgungschicksals und der Vernichtungszahlen von Sinti oder Roma, die kein umfassendes Bild der jahrhundertelangen Verfolgung und Diskriminierung dieser Volksgruppen zeichnet, sondern den größten Völkermord der Geschichte auf die Vernichtung des europäischen Judentums verengt. Um ihre entsprechenden Thesen zu untermauern, verwendet z.B. Guenter Lewy Untersuchungsergebnisse von Medizinalbeamten wie Hermann Arnold der die Ermordung von Sinti oder Roma im 3.Reich als kriminalpolitisch u.rassenhygenische Verfolgung interpretiert (Hohmann 1991, S. 369). Arnold rechtfertigte damit noch in der Adenauerrepublik die Forderung nach Sterilisation der "Zigeunermischlinge im NS-Staat"(Hohmann 1991, S. 369). "Alle Parallelen, zwischen dem Völkermord an Juden und dem Völkermord an Sinti u.Roma wurden von Beamten wie Arnold blind geleugnet, rassistische Sondergesetze (gegen Zigeuner) noch im Nachhinein legitimiert. Die Thesen Hermann Arnolds hatten nicht nur breite Wirkung in Justiz u.Gesellschaft, sondern behinderten darüber hinaus eindeutig die "Wiedergutmachung" an Sinti oder Roma durch deutsche Gerichte.

Auch Historiker sind der Wahrheit und Neutralität verpflichtet.Originaldokumente lassen sich aber schlecht verbiegen,allenfalls ignorieren.Heißt...entsprechende Quellen wie (beispielsweise Aktenvermerke einer bestimmten Finanzverwaltung oder Aussagen von SS-Führern) fließen entweder nicht in die Beweisführung ein, oder werden verkürzt wiedergegeben und damit relativiert.Damit leisten Historiker und Publizisten umfassender Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen keinen Dienst, sondern verengen die Wahrheit und teilen ein in Opfer erster und Opfer zweiter Klasse. Ob dies bei Sinti oder Roma fahrlässig oder vorsätzlich geschieht, mag der Leser entscheiden. Die Endlösung der Nationalsozialisten betraf nicht nur das jüdische Volk, sondern auch die Sinti oder Roma Europas. Helmut Kohl versprach einst Ignaz Bubis ein Denkmal nur für die ermordeten Juden zu schaffen,unter striktem Ausschluß jeder anderen Opfergruppe wie es der ehemalige Vorsitzende des jüdischen Zerntralrates immer wieder forderte.Aus einem Holocaust-Mahnmal nur für die ermordeten Juden (und dem Einfluß der Überlebenden) folgte, das für andere Holocaust Opfer kein Platz auf diesem Mahnmal war. Was typisches Schubladendenken voraussetzt, und eine Opfer und Mahnmalshirarchie zur Folge hatte. Es gibt nämlich keinen vernünftigen Grund, die als "Slawische Untermenschen" ermordeten Osteuropäer der Vergessenheit auszusetzen, und sie vom "Holocaust" zu separieren.Rein numerisch übersteigt die Zahl der ermordeten sowjetischen Kriegsgefangenen, sowjetischen Zivilipersonen oder Polen bei weitem die der Juden oder anderer Opfergruppen.Beispiel: Die staatlich festgelegte Opferzahl von 20 Millionen Sowjetbürgern, wurde ab 1985 zur historischen Überprüfung freigegeben. Seither schwanken seriöse Schätzungen zwischen 25 und 40 Millionen sowjetischen Todesopfern.Eine staatliche mehrjährige Überprüfung ergab bis 2009 37 Millionen sowjetische Kriegsopfer. (Richard Overy: Russlands Krieg. 1941–1945. 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek 2003, ISBN 3-498-05032-X, S. 435 ff.; Klaus Wiegrefe: Sprung ins Dunkle. In: Der Spiegel. Nr. 35, 2009, S. 69).  Dafür, das Vertreter verschiedener Opferverbände im Verlauf der Mahnmals-Diskussion schließlich ein eigenes Denkmal forderten, ist auch die Journalistin Lea Rosh verantwortlich.Frau Rosh stritt seit 1987 unermüdlich für ein Mahnmal, das ausschließlich an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollte. Bevor Romani Rose sich um ein Denkmal für Sinti u.Roma bemühte, hatte er nämlich jahrelang für ein gemeinsames Projekt aller Holocaustopfer gekämpft.Doch Romani Rose wurde abgewiesen. "Wir wollen einfach verhindern, daß durch eine Pauschalisierung alles in einen Topf geworfen wird" erklärte Roshs Gatte Jakob Schulze-Rohr im Jahre 1989.Als die Mahnmal-Jury Mitte März 1995 tagte, bat Kultursenator Roloff-Momin das Gremium, sich mittels einer Resolution für ein Sinti- und Roma Mahnmal einzusetzen. Daraufhin erklärte Historiker und Rosh-Freund Eberhard Jäckel laut Spiegel Meldung vom 26.06.1995... "Daß man dann auch gleich ein Denkmal gegen das Killen der Wale fordern könnte". Später bestritt Jäckel diese Aussage gegenüber dem Zentralrat Deutscher Sinti und Roma. Dagegen vorgegangen ist Eberhard Jäckel jedoch nie. Für den Zentralratsvorsitzenden Romani Rose kommt dies einem Eingeständnis gleich. Jäckels Kommentar nennt Romani Rose... "Einfach beschämend".    

Die allermeisten Sinti oder Romafamilien Mittel und Osteueropas haben während des 3.Reiches Angehörige verloren.In Deutschland existiert beispielsweise keine einzige Sinti oder Romafamilie, die nicht Familienmitglieder durch Adolf Hitlers Helfer in Partei Beamtenapparat und SS verloren hätte. Dies geschah keineswegs zufällig, und ist mit Sicherheit kein "Nebenprodukt des Genozids an Juden". Der Völkermord an Sinti oder Roma ist beweisbar,und läßt sich durchaus mit der Shoah vergleichen was NS-Ideologie, Rassegesetzgebung,Systematik der Ausgrenzung,Verfolgung und Deportation von "Zigeunern" in KZs u.Arbeitslager betrifft. SS-Reichsführer Heinrich Himmler hatte bereits 1938 (also noch vor der "Endlösung der Judenfrage") die "Entgültige Lösung der Zigeunerfrage" angeordnet.Sinti oder Roma verloren nur wenig später als Juden ihre deutsche Staatsbürgerschaft.Sinti oder Roma galten den Nationalsozialisten ebenso wie Juden als "Fremdrassig". Ehen zwischen Sinti oder Roma und "Ariern" wurden verboten.Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs durften Sinti oder Roma auf Anordnung von Heinrich Himmler ab Mitte Oktober 1939 ihre Wohnsitze nicht mehr verlassen.Die große Mehrheit der deutschen und österreichischen Sinti oder Roma wurde in Lagern interniert, um sie später in KZs oder Arbeitslager zu deportieren.Die verbrecherische Rassenideologie und Ausgrenzungspolitik der Nationalsozialisten richtete sich gegen Osteuropäer Juden und Zigeuner.Doch das  Geschichtsbild unserer Tage nennt vor allem Juden als Opfergruppe.Die nationalsozialistische "Endlösung der Judenfrage und Bekämpfung der Zigeunerplage verliefen jedoch weitestgehend parallel. Weshalb dauerte es dann so lange, bis sich die deutsche Öffentlichkeit für das Leiden der verfolgten Sinti oder Roma interessierte? Dafür ist vor allem ein Faktor verantwortlich...Sinti oder Roma hatten und haben so gut wie keine internationale Lobby die hier helfend eingreifen konnte und kann. Welches Aufarbeitungsfeld man auch betrachtet...Wissenschaft, Justiz, Wiedergutmachungspolitik, pädagogische Aufklärung oder Gedenkkultur...in allen Bereichen ist die gesellschaftliche Erinnerungskultur vor allem auf die Verfolgung des jüdischen Volkes zugeschnitten.

Bedingt durch die traumatischen Erlebnisse im Nationalsozialismus, und fortgesetzte Diskriminierung in der BRD erhoben Sinti und Romaorganisationen viel zu spät ihre Stimme.Erst Anfang der 80er Jahre, begann durch die Bürgerrechtsarbeit des Zentralrates deutscher Sinti und Roma, ein langsames Umdenken im Fachdiskurs und Politik. Bundeskanzler Helmut Schmidt empfing am 17.März 1982 eine Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma mit dessen Vorsitzenden Romani Rose.Helmut Schmidt erkannte die aus rassischen Gründen durchgeführten Massenmorde der Nationalsozialisten an den Sinti oder Roma als Völkermord an. Bundeskanzler Helmut Kohl bestätigte diese Anerkennung am 7. November 1985 bei einer Bundestagsdebatte. Seit 1996 wird nun alljährlich am 27. Januar - dem "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"  Aller Opfer der rassistischen Verfolgung zwischen 1933 und 1945 gedacht.Allerdings mit starker Konzentration auf die jüdischen Opfer. Wieder befinden sich Osteuropäer/Sinti/Roma und andere Opfergruppen, bestenfalls in der zweiten Reihe öffentlicher Aufmerksamkeit.Im Oktober 1979 fand die erste größere Gedenkzeremonie die an das Schicksal der "Zigeunerverfolgung" erinnerte, im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen vor ca.2000 Personen statt. Die Präsidentin des Europäischen Parlaments, die jüdische Auschwitz- und Bergen-Belsen-Überlebende Simone Veil hielt die Gedenkrede. Dies war der Beginn einer langsam sich verbreiternden anderen Erinnerungskultur, die inzwischen zwar eigene politische Gedenktage veranstaltet (neben dem 16. Dezember etwa den 2. August 1944 als Datum der Vernichtung des Zigeunerlagers in Auschwitz-Birkenau) aber bis heute nur wenig Resonanz in der breiteren Öffentlichkeit erlangt hat. Dies ist ein schmerzlicher Mangel an geschichtlichem Bewusstsein ebenso wie des kollektiven Gedächtnisses breiter Bevölkerungsschichten, das leider immer noch die Vergangenheitswahrnehmung Deutschlands bestimmt wen es um Sinti oder Roma und ihre Verfolgung im Nationalsozialismus geht.

 

Quellenhinweise: 1 Jean Paul Clebert - Die Zigeuner/ 2 Kölner Stadtanzeiger/ 3 Vierteljahreshefte f.Zeitgeschichte/ 4 Berliner Staatsbibliothek/ 5 Digitales Archiv Marburg/ 6 Digitales Archiv Marburg/ 7-8 Digitales Archiv Marburg/ 9 Informationen zur politischen Bildung Nr.20/ 10 Digitales Archiv Marburg/ 11 Wikipedia/ 12 Wikipedia - Sinti u.Roma / 13 -18 Digitales Archiv Marburg - Sinti u.Roma / / Hagalil.com - Juni 1998/ Hohmann 1991/Andreas Ehring - Die Debatte um das Denkmal für die rmordeten Juden../ Winter 1988/ Institut f.Zeitgeschichte - München Dc.17.02./ Dokumente des Internationalen Militärgerichtshofs Nürnberg/ NO1784/Johann Erich Biester "Ueber die Zigeuner"/Werner Wied: Von mancherlei wandernden und fahrenden, handelnden und bettelnden Leuten/Gerhard Hippenstiel, Werner Wied (Hrsg.): Wittgenstein III. ein Lesebuch zur Volkskunde und Mundart des Wittgensteiner Landes/Günter Lewy "Die Wurzeln der Ablehnung"/ Herman Arnold 1960, S. 64  )